Wald-Air, HHM und HHW waren vom 6. - 12.9.2007  in Bassano del Grappa.

Eigentlich sollte es ein Gleitschirmurlaub im Zillertal werden. Doch schon nach wenigen Stunden im Zillertal und intensiver Befragung des Internet-Wetters, war es klar, dass es im Zillertal wohl  für mehrere Tage unmöglich war zu fliegen.

Was tun.  Da die Perspektiven fuer Greifenburg auch nicht viel besser waren, gab es  nur noch die Alternative Bassano del Grappa.

Gesagt, getan, schon wenige Minuten später waren wir unterwegs. Am Ende der Brennerautobahn, an der Zahlstelle, trafen wir auf Claudia und Udo, die ebenfalls vom Wintereinbruch in den Alpen in den Süden vertrieben wurden. Nach kurzer Beratungen entschieden wir, gemeinsam weiter zu fahren.

Um 16.30 Uhr waren wir auch schon an der Flugschule Andreas Breuer in Semonzo (Nähe Bassano del Grappa).

 

Hier nachvollziehbar: Weg nach Bassano mit Google Map

                   
                                                Größere Kartenansicht

Doch leider war die Flugschule geschlossen, so dass wir uns ohne weitere Beratung selbst auf die Suche nach einer Unterkunft machen mussten. Nach fast 2 Stunden intensiver Suche fanden wir dann bei

Gonda und Giuliano                           

31030 Semonzo Del Grappa (TV)

Via Giovanni da Semonzo, 12
Tel. u. Fax +39 0423 561501

e-mail: gondagiuliano@libero.it
www.gondaegiuliano.it

ein tolle Unterkunft, direkt an der Landewiese und nur 5 Gehminuten von der Flugschule entfernt. Leider spricht man kein Deutsch, aber etwas Englisch oder Französisch.

Die Flugschule "Montegrappa Airpark"wird von dem sympathischen deutschen Fluglehrer Andreas Breuer geführt und ist im Internet unter http://www.montegrappa-airpark.com zu finden.

Am 7.9. um 10.30 war es dann endlich so weit, wir standen am Startplatz "da Bepi" und waren für unseren ersten Flug bereit. Der Startplatz liegt direkt über dem Ort Semonzo in einer Höhe von 830 m und wird normalerweise mit dem Shuttle der Flugschule erreicht. Ohne Probleme können hier 3 Schirme neben einander ausgelegt werden. Von unten steht fast immer eine kleine Brise an, so dass es beim Starten normalerweise keine Probleme gibt. Und dann ging es auch schon los. Der eine oder andere Gleitschirmflieger konnte bereits um diese Zeit von einer leichten Thermik profitieren und sich direkt über dem Starplatz in der Luft halten.

 

 

Nach wenigen Flügen kannten wir dann auch die Stellen, an denen fast immer ein Bart zu finden war.

Unsere Flüge dauerten überwiegend zwischen 30 und 60 Minuten mit einer Startüberhöhung von bis zu 400 m. Aber auch,  wenn man den Einstieg in die Thermik verpasste, war immer noch ein schöner Abgleiter möglich.

 

Am Landeplatz wurden dann sofort die Highlights der Flüge diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

 

Nach jedem Flug fanden sich die Flieger an der Flugschule bzw. am Shuttle der Flugschule ein, um von dort zum nächsten Startziel transportiert zu werden. Dafür mussten dann 5.- € für eine halbstündige Bergfahrt bzw. 10.- € für die Fahrt zum Panettone bezahlt werden.

 

Die Highlights gab es am späteren Nachmittag, wenn der Shuttlebus auf den Penettone bis auf  ca. 1550 m hochfuhr.

 

 

 

 

Schon allein die Auffahrt auf teilweise doch recht engen Straßen durch eine herrliche Landschaft war das Fahrgeld wert.

 

Vom  Startplatz Crespano del Grappa starteten wir dann zu einem langen Abgleiter entlang des Monte Grappa nach Semonzo.

In herrlicher ruhiger Luft ging es mit ca. 2m/sec nach unten; an wenigen Stellen fanden wir auch noch eine kleine Thermik, die den Flug dann merklich verlängerte. 

 

Trotz dem anhaltend schlechten Wetter in den Alpen, konnten wir in Bassano bei guten Bedingungen volle 6 Tage hintereinander das Fliegen nach Lust und Laune genießen.

Die anhaltenden Nord-West Winde suggerierten vielfach schlechte Flugverhältnisse. In Wirklichkeit dominierte aber der thermische Wind aus der Tiefebene vor Bassano, so dass am Hang immer ein Wind anstand, der das Starten trotz theoretischer Rückenwinde (Lee) ermöglichte.

 

Über das Wochenende erhielten wir Besuch von Sonja und Jürgen von der Flugschule Zillertal. Auch sie waren vor dem schlechten Wetter geflüchtet. Somit waren wir nun 9 Personen. Beim gemeinsamen Fliegen und auch beim rustikalen Abendessen in der Unterkunft oder auch beim Abendessen im Hotel "Garden Relais" oder "Antica-Abbazia" hatten wir viel Zeit uns über unsere Flugerlebnisse auszutauschen.

Leider ging der Urlaub dann für "Wald-Air" doch mit einem weinenden Auge zu Ende.  Beim letzten Landeanflug brach ich mir leider den linken Fuß und musste zunächst im Krankenhaus in Castelfranco behandelt werden.

 

 

 

 

 

Ach, falls ihr noch wissen wollt wer sich hinter HHM und HHW versteckt hat?

Nun, den Hühner Habicht Mann, Roger, und das Hühner Habicht Weibchen, Bianca, seht ihr hier.

 

 

 

(Wie es zu diesen Abkürzungen gekommen ist, kann euch Roger gerne selbst erklären).

 

 

Nochmals herzlich Dank an Claudia, Bianca, Roger und Udo, die sich nach meinem Unfall rührend um mich gekümmert hatten.  

 

Ein großes Lob an den ADAC und das Weiße Kreuz in Bozen. In Kooperation beider wurde ich innerhalb von 36 Stunden nach Deutschland zurück gebracht, wo ich dann an meinem Geburtstag operiert wurde.

Inzwischen bin ich auch bereits wieder auf dem Wege der Besserung.

 

 

 

 

        Montabaur, 15.9.07

        Walter

 

 

Weitere Bilder aus Bassano: