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Eigentlich sollte es ein Gleitschirmurlaub im Zillertal werden. Doch schon nach wenigen Stunden im Zillertal und intensiver Befragung des Internet-Wetters, war es klar, dass es im Zillertal wohl für mehrere Tage unmöglich war zu fliegen.
Was tun. Da die Perspektiven fuer Greifenburg auch nicht viel besser waren, gab es nur noch die Alternative Bassano del Grappa.
Gesagt,
getan, schon wenige Minuten
später waren wir unterwegs.
Am Ende der
Brennerautobahn, an der Zahlstelle, trafen wir auf Claudia und Udo, die ebenfalls
vom Wintereinbruch in den Alpen in den
Süden vertrieben wurden.
Nach
kurzer
Beratungen
entschieden
wir,
gemeinsam
weiter zu
fahren.
Um 16.30 Uhr waren wir auch schon an der Flugschule Andreas Breuer in Semonzo (Nähe Bassano del Grappa).
Hier nachvollziehbar: Weg nach Bassano mit Google Map
Doch leider war die Flugschule geschlossen, so dass wir uns ohne weitere
Beratung selbst auf die Suche nach einer Unterkunft machen mussten. Nach fast 2
Stunden intensiver Suche
fanden wir dann bei
Gonda und Giuliano
31030 Semonzo Del Grappa (TV)
Via Giovanni da Semonzo, 12
Tel. u. Fax +39 0423 561501
ein tolle Unterkunft, direkt an der Landewiese und nur 5 Gehminuten von der Flugschule entfernt. Leider spricht man kein Deutsch, aber etwas Englisch oder Französisch.
Die Flugschule "Montegrappa Airpark"wird von dem sympathischen deutschen Fluglehrer Andreas Breuer geführt und ist im Internet unter http://www.montegrappa-airpark.com zu finden.
Am 7.9. um 10.30 war es dann endlich so weit, wir standen am Startplatz
"da Bepi" und waren für
unseren
ersten
Flug
bereit.
Der Startplatz liegt direkt
über dem Ort Semonzo in einer Höhe von 830 m
und wird normalerweise mit dem Shuttle der Flugschule erreicht. Ohne
Probleme können hier 3 Schirme neben einander ausgelegt werden.
Von unten
steht fast
immer eine
kleine
Brise an,
so dass es
beim
Starten
normalerweise
keine
Probleme gibt. Und dann ging
es auch schon los. Der eine oder andere Gleitschirmflieger konnte bereits um
diese Zeit von einer leichten Thermik profitieren und sich direkt
über dem
Starplatz in der Luft halten.
Nach wenigen Flügen kannten wir dann auch die Stellen, an denen fast immer ein Bart zu finden war.
Unsere
Flüge dauerten
überwiegend zwischen 30 und 60
Minuten mit einer Startüberhöhung von bis zu 400 m.
Aber auch, wenn man
den Einstieg in die Thermik verpasste, war
immer noch ein schöner Abgleiter
möglich.

Am Landeplatz wurden dann sofort die Highlights der Flüge diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.
Nach
jedem Flug
fanden
sich die
Flieger an
der
Flugschule
bzw. am
Shuttle
der
Flugschule
ein, um
von dort
zum
nächsten
Startziel
transportiert
zu werden.
Dafür
mussten
dann 5.- €
für eine
halbstündige
Bergfahrt
bzw. 10.-
€ für die
Fahrt zum Panettone
bezahlt
werden.

Die Highlights
gab es am späteren Nachmittag,
wenn der Shuttlebus auf den Penettone
bis auf ca. 1550 m hochfuhr.
Schon
allein die
Auffahrt
auf
teilweise
doch recht
engen
Straßen
durch eine
herrliche
Landschaft war das
Fahrgeld
wert.

Vom Startplatz Crespano del Grappa starteten wir dann zu einem langen Abgleiter entlang des Monte Grappa nach Semonzo.
In herrlicher ruhiger Luft ging es mit ca. 2m/sec nach
unten; an
wenigen
Stellen
fanden wir
auch noch
eine
kleine
Thermik,
die den
Flug dann
merklich
verlängerte.
Trotz dem anhaltend schlechten Wetter in den Alpen, konnten wir in Bassano bei guten Bedingungen volle 6 Tage hintereinander das Fliegen nach Lust und Laune genießen.
Die
anhaltenden
Nord-West Winde suggerierten
vielfach
schlechte
Flugverhältnisse.
In
Wirklichkeit
dominierte aber der thermische Wind aus der Tiefebene vor
Bassano, so dass am Hang immer ein Wind anstand, der das Starten trotz
theoretischer
Rückenwinde
(Lee) ermöglichte.
Über das Wochenende erhielten wir Besuch von Sonja und
Jürgen
von der
Flugschule Zillertal. Auch sie waren vor dem schlechten Wetter
geflüchtet.
Somit waren wir nun 9 Personen. Beim gemeinsamen Fliegen und auch beim
rustikalen Abendessen
in der
Unterkunft
oder auch
beim
Abendessen
im Hotel
"Garden
Relais"
oder "Antica-Abbazia" hatten wir viel Zeit uns
über unsere Flugerlebnisse
auszutauschen.
Leider ging der Urlaub dann für "Wald-Air" doch mit einem weinenden Auge zu Ende. Beim letzten Landeanflug brach ich mir leider den linken Fuß und musste zunächst im Krankenhaus in Castelfranco behandelt werden.
Ach, falls ihr noch wissen wollt wer sich hinter HHM und HHW versteckt hat?
Nun,
den Hühner
Habicht
Mann,
Roger,
und
das
Hühner Habicht Weibchen,
Bianca,
seht ihr
hier.

(Wie es zu diesen Abkürzungen gekommen ist, kann euch Roger gerne selbst erklären).
Nochmals herzlich Dank an Claudia, Bianca, Roger und Udo, die sich nach meinem Unfall rührend um mich gekümmert hatten.
Ein großes Lob an den ADAC und das Weiße Kreuz in Bozen. In Kooperation
beider wurde
ich innerhalb von 36
Stunden nach Deutschland
zurück gebracht,
wo ich dann an
meinem
Geburtstag operiert wurde.
Inzwischen bin ich auch bereits wieder auf dem Wege der Besserung.
Montabaur, 15.9.07
Walter
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